WHAT ist denn da los?

Vom 15.-17. September lief in Gülpe der 7. WestHavelländer AstroTreff (WHAT) und die AG KiSTE war an einem Freitagabend auch wieder dabei. Es gab einen super klaren Nachthimmel zu bewundern: Eric und Dominik kamen auf die Idee, das WHAT-Logo mit einer Taschenlampe in den Himmel zu malen. Oberhalb sieht man den “Großen Wagen” (Ursa Major)


Tolle Beobachtungsgeräte, wie dieser Dobson gaben uns später am Abend den Blick auf echte Perlen am Nachthimmel frei, wie zum Beispiel den Cirrusnebel:
Quelle: http://www.astrofreunde-franken.de/ngc6960.html

Am anderen Morgen besuchten wir in Stölln auf dem ältesten Flugplatz der Welt die “Lady Agnes”, eine Iljuschin-62, welche an Otto Lilienthal erste Flugversuche erinnert:
Wir hatten ein tolle Zeit und hoffen auf eine Wiederholung im nächsten September!

Nur im Sternenpark Gülpe kann man so einen Nachthimmel sehen.

“Sternenpark” ist eine Auszeichnung für den dunkelsten Ort Deutschlands, wo man ungestört in den Himmel schauen kann. Straßenlaternen gibt’s hier nicht!

Nacht der Sternschnuppen

So prächtig könnten sie aussehen:

▲ Dies ist ein herrliches Foto aus 2016 von den Astronomen, die für die Website der International Meteor Organisation (IMO) ihre Fotos zur Verfügung stellen.

In dieser Woche kommt was Schnelles auf uns zu. Mit ‎59 Kilometer pro Sekunde zischen die Reste eines Kometen (109P/Swift-Tuttle) durch den Nachthimmel. Wir bezeichnen sie als Perseiden, weil sie aus der Richtung des Sternbildes Perseus zu kommen scheinen (mit roten Linien in der Grafik markiert):

Wir wollen natürlich dabei sein. Am Samstag, dem 12. August ab 22 Uhr in der Sternwarte. Kommt doch auch hin! Wir zeigen euch auch gern die Sternwarte

Hier gibt es das PDF zum Download mit allen Infos zur Sternschnuppen-Nacht

Mehr Details zu den Perseiden selbst bei Wikipedia

Fünf Freunde

Status

Jetzt neu – noch besser: max. fünf Schaulustige können sich in der Sommersaison freitags oder samstags mit mir (Ingo Hubert, Tel. 0177/4700157) verabreden, und wir schauen uns die neuesten Fakten aus der Wissenschaft an (die Mittagsband-Leute kennen das schon) und verbringen danach einen unterhaltsamen Abend im Astro-Kino:

Alles erlaubt – außer Popcorn – und bei maximal 5 Teilnehmern sitzt quasi jeder in der ersten Reihe. Kein Kopf größer vor euch, keine Werbung, keine Warteschlange! Top Sound und Bild! Meldet euch über die Whatsapp-Gruppen oder direkt über Handy.

Nur für AG-Mitglieder oder Schüler der Herbert-Tschäpe-OS Dahlewitz!

Ingo Hubert
Jugendwart / AG-Leiter

Panstarrs am Start

PanSTARRS4c_420

Unsere Schüler können seit dem 20. März wieder für einen Monat auf Jagd nach Asteroiden, machen, die uns eines Tages vielleicht “besuchen” könnten.

Dazu werden von Schülern die Fotos von Sternkarten, die von Telekopen der Panstarrs-Teleskope auf Hawaii stammen, mit einem speziellen Programm am Computer gründlich untersucht. Doch Zeit ist wichtig! Wer den Fund als Erster meldet, bekommt den Asteroiden zugeteilt und kann ihn später auch benennen! Also, wer schreibt, der bleibt! Macht mit – und schreibt astronomische Forschungsgeschichte!

Was passiert, wenn größere Brocken ungebremst bei uns landen, weiß man aus zahlreichen Dokumentationen oder Spielfilmen. Und sie übertreiben nicht!

Auch wenn es keiner so recht wahr haben will: die Bedrohung aus dem All ist sehr real und darum ist die – zugegeben recht mühsame Arbeit unserer Astro-Nach- wuchs-Forscher so wichtig!

Immer mal wieder schrammt so ein Vagabund aus dem Gebiet zwischen Mars und Jupiter (dem so genannten Asteroidengürtel) mehr oder weniger knapp an uns vorbei. Jährlich schlagen etwa fünf Meteoriten in Deutschland ein.

Wir tragen dafür Sorge, dass das Risiko berechenbar bleibt. Ein Asteroid aus unserer Fleißarbeit der letzten 3 Jahre ist nun schon im Langzeitprogramm   des MPC (Minory Planet Center) und kann von den Schülern (hoffentlich bald) einen eigenen Namen bekommen.

Jeder Teilnehmer bekommt von uns natürlich eine Teilnahme-Urkunde und wir feiern auch, wenn es mal nichts zu entdecken gibt! Es ist eben echte Forschungsarbeit!

von Ingo

Bilderquelle: http://memim.com/astroid.html

 


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Unser Asteroid – 2015 VZ80

Tolle Neuigkeiten von der International Astromical Search Collaboration (IASC)!

Die IASC organisiert zweimal jährlich die Suche nach möglicherweise bedrohlichen Objekten aus dem Gebiet zwischen Mars und Jupiter für Schüler. Wir bekommen Fotos von Teleskopen auf Hawaii mit Sternkarten und suchen nach bewegten Objekten zwischen den Sternen.

Bereits zwei Jahre sind wir hier an der Oberschule mit an der Suche beteiligt.

Dies ist unser erster in den Listen fortgeführter Fund (provisional discovery)
aus der PANSTARRS-Asteroiden-Suche vom vergangenen Herbst (2015):

2015-vz80

Das markierte, wandernde Objekt mit der Bezeichnung OHT5051 ist tatsächlich ein Asteroid, den die Schüler entdeckt haben. Es erhielt nun vom MPC die interne Bezeichnung 2015 VZ80 und ist damit in den Aufzeichungen offiziell geführt.

Gratulation an: M. Bergmann, D. Pamin, L. Poet, D. Sachs & E. Weißhuber 

Das ist der Lohn für stundenlange, augenkrebsverursachende Bildschirmsuche mit dem PC-Programm Astrometrica um einen wandernden schwarzen Punkt zu finden, dessen Kurs durch weitere Beobachtungen nun genauer bestimmt wird.

In unserer internen Liste ist es das 51. Objekt und beweist, dass sich sich Beharrlichkeit lohnt. Das muss gefeiert werden 🙂

Wenn er mindestens noch 2 weitere Jahre beobachtet wird, darf er von den Entdeckern auch benannt werden. Es waren auch zwei – jetzt ehemalige – Schüler aus der Herbert-Tschäpe-OS in Dahlewitz mit dabei!

Hi 5  😀

Elon Musk will zum Mars

Die Vision ist klar. Die Physik machts möglich. Nur “etwas Kleingeld” fehlt und die Riesen-Rakete und das Triebwerk müssen in Serie gebaut werden.

Dann sollen die ersten unerschrockenen Kolonisten zum roten Planeten aufbrechen und Folgetransporte alle 2 Jahre folgen. Betankt werden die Raumschiffe im All und auf dem Mars selbst sollen die Rohstoffe für den Rückflug produziert werden. Auf Methan-Basis.

Mehr Details über die Vision des Chefs von SpaceX in diesem Artikel:
http://www.golem.de/news/spacex-warum-elon-musks-marsplan-keine-science-fiction-ist-1609-123509.html

Der Fahrstuhl ins All

Quelle: http://www.golem.de/news/spacelift-der-fahrstuhl-zu-den-sternen-1410-109895.html

So könnte er tatsächlich aussehen. Erdacht als Fiktion in einem Roman von Arthur C. Clarke. Der “Fahrstuhl zu den Sternen” könnte Menschen innerhalb einer Woche in den Orbit bringen. Ohne Rakete!

Die Idee: An einem (wirklich langen) Seil in der Äquatorregion, das an einem Gegengewicht im All gehalten wird, steigt eine Kabine mit Nutzlast empor, ohne die körperlichen Belastungen, denen Astronauten ausgesetzt sind:

Das Unglaubliche funktioniert ähnlich einem Schlüsselbund, welches man an der Hand hält und rotieren lässt. Es bleibt exakt ausgrichtet, da das Seil sich mit der Erde in Einklang bewegt (Rotation / Fliehkraft). Ein Laserstrahl von der Erde aus liefert bis 100 Kilometer Energie, dann “übernimmt die Sonne”

Das Material für das “Seil” bilden Kohlenstoffnanoröhrchen mit enormer Reißfestigkeit.

Hier gibt es Infos zur European Space Elevator Challenge http://euspec.warr.de/ und aktuelle Bilder zu Studenten-Teams, die in Garching bei München daran forschen:
http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk-nord/garching/aufzug-6757769.html

Ein Video aus Japan zeigt, dass man nicht erst seit heute daran tüftelt: https://www.youtube.com/watch?v=T02t_MBgYVU

Interessant ist es allemal und für die Forscher von morgen vielleicht ein Anstoß, die Fiktion von heute zur Realität von morgen werden zu lassen.

Ingo Hubert

Der Rundetårn

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Der Rundetårn (dänisch für Runder Turm) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Dänemarks. Der 34,8 Meter hohe Turm wurde von Christian 1V. erbaut. Er diente bis 1861 als Observatorium der Universität Kopenhagen. Es ist heute noch das älteste funktionsfähige Observatorium Europas.

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Der runde Turm ist ein denkmalgeschütztes Gebäude mit einem 209 Meter langem Schneckengang, der zur Aussichtsplattform sich 7 1/2 Mal um den hohlen Kern des Turmes windet. Im hohlen Kern gibt einen begehbaren Glasboden, der 25 Meter über dem Boden schwebt. Der Kern galt als geographischer Nullpunkt Dänemarks, als Ende 1760er Jahre Vermessungen für die Landkarte durchgeführt wurden.

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Der Asteroid “5505 Rundetårn” ist nach dem Turm benannt. Der runde Turm ist an 362 Tagen im Jahr für Besucher geöffnet.

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von Anika Pamin