Bleibt das “James-Bond” Teleskop?

Am Ende des Jahres 2020 gab es erschreckende Bilder vom Einsturz der schweren Empfangseinheit am Radioteleskop in Arecibo. Die gewaltige Konstruktion verlor den Halt und fiel in sich zusammen:

Jetzt gibt es aber vielleicht doch noch Hoffnung auf ein Comeback. Vor Ort wird überlegt, ob und wie man den Standort weiter nutzen kann und vielleicht auch ein neues, ein Next Generation Arecibo Telescope (NGAT) aufbaut.

Dr. Ralph Gaume, Direktor der Abteilung für astronomische Wissenschaften bei der U.S. National Science Foundation (NSF), sagte, dass “wir nicht die Absicht haben, das Arecibo-Observatorium zu schließen. “Die NSF ist zutiefst betrübt über die Situation”, sagte er in einer Pressemitteilung und fügte hinzu, dass “die Agentur einen sehr gut definierten Prozess für die Finanzierung und den Bau von groß angelegter Infrastruktur hat.

In vergangenen Aufzeichnungen und Berichten hatten Ingenieure und Mitarbeiter des Observatoriums in Arecibo vor dem verschlechterten Zustand des großen Radioteleskops gewarnt, so dass die NSF im vergangenen Monat angekündigt hatte, dass es angesichts des abgenutzten Zustands des Rieseninstruments entweder abgebaut oder repariert werden sollte.

Quelle: https://www.daswetter.com/nachrichten/wissenschaft/observatorium-goldeneye-puerto-rico-pierce-brosnan-wetter.html

So sah es mal zu besseren Zeiten – mit seiner intakten, 900 Tonnen schweren Empfängsplattform – aus. Die National Science Foundation schreibt hierzu – in einem Update aus dem März 2021 – jetzt:

Die NSF hat dem Kongress einen Bericht zum Consolidated Appropriations Act von 2021 vorgelegt. Er beschreibt „die Ursachen und das Ausmaß des Schadens, den Plan, Trümmer auf sichere und umweltverträgliche Weise zu entfernen, die Erhaltung von zugehörigen Einrichtungen und umliegenden Gebieten sowie das Verfahren zur Feststellung, ob am Standort eine vergleichbare Technologie etabliert werden soll, sowie die damit verbundenen Kostenschätzungen.“ Die Untersuchung des Zusammenbruchs und der Erforschung zukünftiger Möglichkeiten für Arecibo ist noch nicht abgeschlossen.

Quelle: https://www.nsf.gov/news/news_summ.jsp?cntn_id=301674 (englisch!)

Zumindest diese Einschätzung birgt noch die Möglichkeit eines Wiederaufbaus, und das stimmt mich froh 🙂

Neueste NASA-Mission auf dem roten Planeten

Artikeltext im Original übernommen von:

https://www.dw.com/de/nasa-rover-perseverance-auf-dem-mars-gelandet/a-56598765

Die US-Sonde mit dem Mars-Rover “Perseverance” an Bord ist zwar das letzte von drei Raumschiffen, das in den letzten zehn Februartagen den Mars Orbit erreicht hat, aber dafür technologisch ganz vorne mit dabei. Es ist der größte Mars-Rover, den die USA je gebaut haben und er hat den ersten Mars-Hubschrauber überhaupt mit dabei.

Rover “Perseverance” mit ausgefahrenem Instrumentenarm

Die “Show”, wie es die NASA ausdrückt, begann am späten Donnerstag-Morgen Pazifischer Zeit in Kalifornien, wo die Spannung im Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena immer weiter anstieg. Es war etwa Mittag an der US-Ostküste und schon Abend in Mitteleuropa. Danach dauerte es noch zwei Stunden, bis die erfolgreiche Landung vermeldet werden konnte. Um 20:57 Weltzeit setzte der neueste US-Rover “Perseverance” auf der Marsoberfläche auf.

Erstes Foto des Rovers nach der Landung auf dem Mars

Um auf dem Mars zu landen, begann der Rover seinen Abstieg mit einer Geschwindigkeit von über 20.000 Kilometern pro Stunde. Ein Fallschirm und Brems-Triebwerke verlangsamten den Rover auf etwa 3 km/h, bevor ein großer Himmelskran – vergleichbar mit einer schwebenden, düsengetriebenen Drohne – den Rover an drei Drahtseilen auf die Oberfläche des Planeten herabließ. Auf seinen sechs Rädern setzte er dann auf. Wenig später erreichten die ersten Bilder der Marsoberfläche das NASA-Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena.

Komplett lesen auf:

https://www.dw.com/de/nasa-rover-perseverance-auf-dem-mars-gelandet/a-56598765

Unsere Zukunft – die neue Raumfahrt!

Dieser Artikel wurde vom folgenden Original übernommen: https://www.golem.de/news/jahresrueckblick-das-waren-die-hoehenfluege-und-abstuerze-der-raumfahrt-2020-2012-153048.html

2020 war ein besonderes Jahr für die Raumfahrt: Es gab die meisten Fehlstarts seit 1971, das erste Mondgestein seit 1976, die ersten nennenswerten Proben von einem Asteroiden und die meisten gestarteten Satelliten bisher. Acht neue Raketenmodelle sollten erstmals in den Orbit fliegen – nicht alle schafften es. Zwei Mars-Rover sind auf dem Weg. Eine neue Raumstation steht zum Start bereit. Es ist wirklich viel passiert. Inhalt:

  1. Raumfahrt 2020: Das größte Raumschiff aller Zeiten und andere Superlative
  2. Licht und Schatten auf Mond, Mars und Asteroiden
  3. China startet neue Raketen, während andere noch auf Triebwerke warten
  4. Blue Origin von Jeff Bezos ist nicht mehr New Space
  5. Die Falcon 9 überholt die Ariane 5
  6. Satellitenkonstellationen und das Geheimnis des Erfolgs von SpaceX

Endlich wieder spannend wird die Entwicklung der astronautischen Raumfahrt. Auf der ganzen Welt wurde verfolgt, wie mit dem Dragon nach langer Zeit wieder ein Raumschiff mit Besatzung in den USA gebaut und gestartet wurde. Es ist ein völlig neu konstruiertes Raumschiffmodell, das inzwischen schon zweimal mit Menschen in den Orbit flog.

Der 30. Mai 2020 war ein großer Moment für SpaceX und Firmengründer Elon Musk. Die historische Dimension besteht jedoch eher darin, wie selten in der Vergangenheit neue Raumschiffe konstruiert wurden und wie viele sich heute der Startbereitschaft nähern. Der Dragon ist erst das neunte erfolgreich geflogene Raumschiffkonzept in der Geschichte der Raumfahrt. Die letzten Erstflüge waren Shenzhou im Jahr 2003, das Space Shuttle 1981, Apollo im Jahr 1968 und das Sojus-Raumschiff 1967.

Mit dem Orion-Raumschiff und dem Starliner sollen demnächst gleich zwei weitere Raumfahrzeuge aus den USA kommen, trotz aller Probleme bei den Tests. Erfolgreicher war China bei den Tests eines Raumschiffs der nächsten Generation, wenn auch ebenfalls noch ohne Besatzung. Hinzu kommen das indische Gaganyaan-Raumschiff, das 2022 fliegen soll, und das russische Orel (ehemals Federadzia), dessen Zeitplan noch unklar ist. Nie zuvor gab es eine solche Vielfalt von Raumschiffen, was auf eine Renaissance der astronautischen Raumfahrt in den 2020er Jahren hoffen lässt. …

Dieser Artikel stammt von golem.de! Bitte lest dort den kompletten Artikel!
https://www.golem.de/news/jahresrueckblick-das-waren-die-hoehenfluege-und-abstuerze-der-raumfahrt-2020-2012-153048.html

“Lange Nacht der Planeten”

Dieser Artikel wurde direkt so vom Original übernommen: https://astronomietag.de/

Nach dem ersten Astronomietag am 28. März wird auch die Lange Nacht der Planeten am 24. Otober 2020 von der Coronavirus-Situation beeinträchtigt sein. Viele astronomische Einrichtungen können nach wie vor keine öffentlichen Veranstaltungen vor Ort anbieten, hinzu kommt, dass sich die Voraussetzungen auch kurzfristig noch ändern können. Wir hoffen auf ein vielfältiges Online-Angebot.

Das Weltall mit eigenen Augen sehen
Die Welt der Sterne ist den meisten von uns unbekannt. Vom Großen Wagen hat jeder schon einmal gehört, doch wo findet man ihn? Und kann ich eigentlich mein „Sternzeichen“ auch am Himmel finden? Welcher der vielen Sterne ist vielleicht ein Planet? Am 24. Oktober 2020 laden Sternwarten und Astronomievereine in ganz Deutschland wieder dazu ein, um genau diese Fragen zu beantworten – und die Welt der Sterne mit den eigenen Augen zu erkunden.

Die lange Nacht der Planeten
Sobald es abends dunkel wird, leuchtet der zunehmende Halbmond tief über dem südlichen Horizont. Rechts vom Mond findet man die Planeten Saturn und Jupiter. Links vom Mond, in Richtung Osten, leuchtet sehr hell der rote Planet Mars. Mars nimmt Mitte Oktober seine Oppositionsstellung genau gegenüber der Sonne ein, ist daher jetzt recht nah, besonders hell und im Teleskop sehr gut zu erkennen. Die fernen und daher lichtschwachen Planeten Neptun und Uranus sind rechts bzw. links von Mars zu finden – aber nur mit einem Fernglas oder Fernrohr. Am Ende der Nacht geht Venus als Morgenstern über dem Osthorizont auf. Somit sind bis auf Merkur alle Planeten des Sonnensystems am Nachthimmel vertreten. Wo ist Merkur? Er steht direkt neben der Sonne, zieht am Sonntag an ihr vorbei und wird Anfang November am Morgenhimmel auftauchen.

Der Sternhimmel am Astronomietag
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren von Sommer- auf Normalzeit umgestellt. Dadurch wird die Nacht nicht länger, aber wir haben am Sonntag eine Stunde mehr Zeit, um auszuschlafen.
Ende Oktober kann man sich abends von den Sommersternbildern verabschieden: Im Südwesten stehen die Sternbilder Schwan, Leier und Adler noch hoch am Himmel. Deren drei Hauptsterne Deneb, Wega und Atair bilden das sogenannte „Sommerdreieck“. Bei dunklem Himmel sieht man hier das Band der Milchstraße.
Im Südosten ist bereits das „Herbstviereck“ aufgegangen: Es setzt sich aus drei Sternen des Sternbildes Pegasus und, links oben, einem Stern der Andromeda zusammen. Unterhalb und links vom Pegasus verlaufen die Sternenketten der Fische – alles schwache Sterne, doch derzeit leuchtet dort sehr hell der Planet Mars.
Wer freien Blick zum südlichen Horizont hat, sieht dort vielleicht einen hellen Stern funkeln: das ist Fomalhaut der Hauptstern im Sternbild Südlicher Fisch. Sein Name bedeutet übersetzt „Maul des Fisches“.
Unterhalb von Mars und den Fischen macht sich das Sternbild Walfisch breit; das ist bekanntlich biologisch nicht richtig, genauer müsste der „Cetus“ eher Meeresungeheuer heißen. Im Walfisch gibt es einen Stern, der nur alle elf Monate so hell wird, dass man ihn mit bloßem Auge sehen kann: Mira, die Wundersame. Ende Oktober sollte Mira gut zu erkennen sein.
Im Laufe der Nacht gehen die Sommersternbilder im Westen unter, die Herbststernbilder passieren die Südrichtung, im Osten treten die Wintersternbilder über den Horizont. Wer bis nach Mitternacht durchhält, kann sogar den Himmelsjäger Orion begrüßen.

Dieser Artikel wurde direkt so vom Original übernommen: https://astronomietag.de/

Auf zum Mars

Das Ziel ist klar vor Augen: der rote Planet. Wie kommen wir dahin, was müssen wir alles beachten und ist es bald möglich? All diese Fragen stehen auf dem Plan.
Diese WELT-Dokumentation findet Antworten:

Raketen-Sommer

Wir wollen noch in diesem Sommer mal wieder “in die Luft gehen”. Mit Wasser 🙂
Dazu brauchen wir Technik, gutes Wetter und … euch! 3 … 2 … 1 … Let’s go!

Während die Wasserrakete auf den Start vorbereitet wird, könnt ihr mal schauen, warum es so schwer ist, ins All zu fliegen. Das anschauliche Video stammt vom YouTube Kanal “Kurzgesagt – Dinge erklärt

Ein neuer Komet ist da …

Bis zum Monatsende wird er bei guter Sicht am Nordhimmel (aktuell im Sternbild “Großer Wagen“) zu sehen sein, später durch das “Haar der Berenike” und am “Bärenhüter” weiter wandern. Wer gute Augen hat, kann es ohne Fernglas probieren, das wird aber zunehmend schwieriger, da die Leuchtstärke abnimmt.



Der Weg des Kometen durch die Sternbilder. Eine größere Abbildung ist hier

Vom Kometen seht ihr hier ein kleines Video: (Volkssternwarte Bonn)



Der Komet C/2020 F3 (Neowise) fliegt am 23. Juli 2020 in der geringsten Entfernung an unserem Planeten vorbei. Der Besucher aus den Tiefen des Alls kehrt dann erst wieder in etwa 6.700 Jahren zurück!


Das Originalfoto stammt von Herrn Wenzel und wurde etwas nachbearbeitet.

Alle weiteren Infos auf Wikipedia

Asteroiden auf dem Weg zur Erde

Es gibt sie wirklich, und sie schlagen manchmal ein. Deshalb suchen wir nach ihnen. Der beste Beweis dafür, dass unsere Teilnahme an der Asteroidensuche PANSTARRS wichtig und richtig ist:

Bis zu 1,5 Kilometer groß: Illustration von 1997 BQ

Ein Beitrag von Anne Sailer (auf MDR WISSEN) ► den ganzen Beitrag lesen

Es gibt wieder Termine für das Winterhalbjahr:

9. Oktober bis 3. November 2020
4. Februar bis 1. März 2021

3. bis 28. Mai 2021

Neues von Beteigeuze

Ein Riesenstern, der, platziert in unser Sonnensystem, einen Durchmesser bis über Umlaufbahn des Jupiter hinaus hätte

Viel wird derzeit in den Medien berichtet über Beteigeuze, die “Hand der Riesin“, den hellsten Stern im Sternbild Orion: Beteigeuze ist ein roter Überriese und wird einmal als Supernova explodieren. Wann genau, ist aber nicht klar, es kann in einigen tausend bis hin zu hunderttausend Jahren soweit sein. Im kosmischen Maßstab ist das “bald“.

Beteigeuze gehört außerdem zu den veränderlichen Sternen. Seine Helligkeit schwankt also “regelmäßig”. Sein bisheriger Zyklus liegt bei etwa 2070 Tagen.

Da die letzte Schwankung allerdings ungewöhnlich intensiv und lange andauert, ist ein Teil der wissenschaftlichen Gemeinde in Aufregung. Wenn dort jetzt gerade etwas passiert, werden wir es jedoch erst in etwa 500 Jahren merken, denn der Stern ist 497 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Findet mehr Infos dazu hier: http://www.astronomerstelegram.org/?read=13365
(Vorsicht, Fachenglisch!)

und auf deutsch in der Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Beteigeuze