Das dunkle Gesicht des Mondes

Am 27. Juli 2018 ist es wieder soweit. Am Abend geht der Mond in Deutschland kurz nach 21 Uhr bereits verdunkelt auf. Die Totalität (= maximale Verfinsterung) ist um 22:22 Uhr. Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter 🙂

Hier sieht man, wo die Finsternis zu sehen ist. Gelb markiert ist Deutschland und unser Standort (Dahlewitz) ist durch einen winzigen roten Punkt gekennzeichnet.

Mit K1 bis K6 sind die “Kontakte” aus der oberen Abbildung gemeint, also Ein- / Austritt in / aus Halb- / Kernschatten und die Totalität. Wer die komplette Mondfinsternis erleben möchte, muss dann schon in Richtung Ostafrika oder Asien reisen.

  Klickt auf das Bild für eine Vergrößerung:

Ein kleines Video soll euch eine Vorstellung davon geben, wie dieses Ereignis aussieht.

Wie immer gilt: Live dabei sein!

  Medien-und Informationsquellen des Artikels: Mondfinsternis 2018 Website

… da ist Leben … oder?


Kommenden Mittwoch gibt es eine außerordentliche Veranstaltung: Professor Schulze-Makuch von der Technischen Universität in Berlin wird unser Gast sein.

Am 25. April um 19:00 Uhr dreht sich bei ihm alles um das Leben in unserem Sonnensystem.

Er hat schon mehrere Bücher zu dem Thema veröffentlicht und das ist kein Wunder, denn seine Fachgebiete sind Astronomie, Astrophysik und Astrobiologie. Es wird also sicher ein interessanter Abend, den wir exklusiv organsiert haben, um das Thema “E.T.” in unserer kosmischen Nachbarschaft etwas näher zu beleuchten.

Wer fragt sich denn nicht manchmal, ob wir allein sind im Universum und was das für uns bedeuten würde.

Eine Frage, die tausend weitere aufwirft. Ich werde es auf keinen Fall verpassen.

Seid gespannt und seid mit dabei in Dahlewitz im Planetarium!

Mehr über den Dozenten im englischen Wiki

 

Die klaren Nächte des Astrojahres

Hallo, liebe Sterngucker!

Hier ist die Auswertung der letzten 7 Monate AG-Winter zum Thema astronomische Beobachtung. Es gab wieder einen Anstieg der Beobachtungsmöglichkeiten.

Wir hatten 51 Beobachtungsmöglichkeiten, daraus sind 19 Beobachtungen hervorgegangen. Ein gutes Ergebnis! Nach oben ist natürlich noch Raum 🙂

Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich die Zahl der Nächte wieder verdoppelt.


Alle Details hier:  Astro Wetter Checker 2017-18 als PDF!

WHAT ist denn da los?

Vom 15.-17. September lief in Gülpe der 7. WestHavelländer AstroTreff (WHAT) und die AG KiSTE war an einem Freitagabend auch wieder dabei. Es gab einen super klaren Nachthimmel zu bewundern: Eric und Dominik kamen auf die Idee, das WHAT-Logo mit einer Taschenlampe in den Himmel zu malen. Oberhalb sieht man den “Großen Wagen” (Ursa Major)


Tolle Beobachtungsgeräte, wie dieser Dobson gaben uns später am Abend den Blick auf echte Perlen am Nachthimmel frei, wie zum Beispiel den Cirrusnebel:
Quelle: http://www.astrofreunde-franken.de/ngc6960.html

Am anderen Morgen besuchten wir in Stölln auf dem ältesten Flugplatz der Welt die “Lady Agnes”, eine Iljuschin-62, welche an Otto Lilienthal erste Flugversuche erinnert:
Wir hatten ein tolle Zeit und hoffen auf eine Wiederholung im nächsten September!

Nur im Sternenpark Gülpe kann man so einen Nachthimmel sehen.

“Sternenpark” ist eine Auszeichnung für den dunkelsten Ort Deutschlands, wo man ungestört in den Himmel schauen kann. Straßenlaternen gibt’s hier nicht!

Nacht der Sternschnuppen

So prächtig könnten sie aussehen:

▲ Dies ist ein herrliches Foto aus 2016 von den Astronomen, die für die Website der International Meteor Organisation (IMO) ihre Fotos zur Verfügung stellen.

In dieser Woche kommt was Schnelles auf uns zu. Mit ‎59 Kilometer pro Sekunde zischen die Reste eines Kometen (109P/Swift-Tuttle) durch den Nachthimmel. Wir bezeichnen sie als Perseiden, weil sie aus der Richtung des Sternbildes Perseus zu kommen scheinen (mit roten Linien in der Grafik markiert):

Wir wollen natürlich dabei sein. Am Samstag, dem 12. August ab 22 Uhr in der Sternwarte. Kommt doch auch hin! Wir zeigen euch auch gern die Sternwarte

Hier gibt es das PDF zum Download mit allen Infos zur Sternschnuppen-Nacht

Mehr Details zu den Perseiden selbst bei Wikipedia

Fünf Freunde

Status

Jetzt neu – noch besser: max. fünf Schaulustige können sich in der Sommersaison freitags oder samstags mit mir (Ingo Hubert, Tel. 0177/4700157) verabreden, und wir schauen uns die neuesten Fakten aus der Wissenschaft an (die Mittagsband-Leute kennen das schon) und verbringen danach einen unterhaltsamen Abend im Astro-Kino:

Alles erlaubt – außer Popcorn – und bei maximal 5 Teilnehmern sitzt quasi jeder in der ersten Reihe. Kein Kopf größer vor euch, keine Werbung, keine Warteschlange! Top Sound und Bild! Meldet euch über die Whatsapp-Gruppen oder direkt über Handy.

Nur für AG-Mitglieder oder Schüler der Herbert-Tschäpe-OS Dahlewitz!

Ingo Hubert
Jugendwart / AG-Leiter

Unser Asteroid – 2015 VZ80

Tolle Neuigkeiten von der International Astromical Search Collaboration (IASC)!

Die IASC organisiert zweimal jährlich die Suche nach möglicherweise bedrohlichen Objekten aus dem Gebiet zwischen Mars und Jupiter für Schüler. Wir bekommen Fotos von Teleskopen auf Hawaii mit Sternkarten und suchen nach bewegten Objekten zwischen den Sternen.

Bereits zwei Jahre sind wir hier an der Oberschule mit an der Suche beteiligt.

Dies ist unser erster in den Listen fortgeführter Fund (provisional discovery)
aus der PANSTARRS-Asteroiden-Suche vom vergangenen Herbst (2015):

2015-vz80

Das markierte, wandernde Objekt mit der Bezeichnung OHT5051 ist tatsächlich ein Asteroid, den die Schüler entdeckt haben. Es erhielt nun vom MPC die interne Bezeichnung 2015 VZ80 und ist damit in den Aufzeichungen offiziell geführt.

Gratulation an: M. Bergmann, D. Pamin, L. Poet, D. Sachs & E. Weißhuber 

Das ist der Lohn für stundenlange, augenkrebsverursachende Bildschirmsuche mit dem PC-Programm Astrometrica um einen wandernden schwarzen Punkt zu finden, dessen Kurs durch weitere Beobachtungen nun genauer bestimmt wird.

In unserer internen Liste ist es das 51. Objekt und beweist, dass sich sich Beharrlichkeit lohnt. Das muss gefeiert werden 🙂

Wenn er mindestens noch 2 weitere Jahre beobachtet wird, darf er von den Entdeckern auch benannt werden. Es waren auch zwei – jetzt ehemalige – Schüler aus der Herbert-Tschäpe-OS in Dahlewitz mit dabei!

Hi 5  😀

Elon Musk will zum Mars

Die Vision ist klar. Die Physik machts möglich. Nur “etwas Kleingeld” fehlt und die Riesen-Rakete und das Triebwerk müssen in Serie gebaut werden.

Dann sollen die ersten unerschrockenen Kolonisten zum roten Planeten aufbrechen und Folgetransporte alle 2 Jahre folgen. Betankt werden die Raumschiffe im All und auf dem Mars selbst sollen die Rohstoffe für den Rückflug produziert werden. Auf Methan-Basis.

Mehr Details über die Vision des Chefs von SpaceX in diesem Artikel:
http://www.golem.de/news/spacex-warum-elon-musks-marsplan-keine-science-fiction-ist-1609-123509.html

Der Fahrstuhl ins All

Quelle: http://www.golem.de/news/spacelift-der-fahrstuhl-zu-den-sternen-1410-109895.html

So könnte er tatsächlich aussehen. Erdacht als Fiktion in einem Roman von Arthur C. Clarke. Der “Fahrstuhl zu den Sternen” könnte Menschen innerhalb einer Woche in den Orbit bringen. Ohne Rakete!

Die Idee: An einem (wirklich langen) Seil in der Äquatorregion, das an einem Gegengewicht im All gehalten wird, steigt eine Kabine mit Nutzlast empor, ohne die körperlichen Belastungen, denen Astronauten ausgesetzt sind:

Das Unglaubliche funktioniert ähnlich einem Schlüsselbund, welches man an der Hand hält und rotieren lässt. Es bleibt exakt ausgrichtet, da das Seil sich mit der Erde in Einklang bewegt (Rotation / Fliehkraft). Ein Laserstrahl von der Erde aus liefert bis 100 Kilometer Energie, dann “übernimmt die Sonne”

Das Material für das “Seil” bilden Kohlenstoffnanoröhrchen mit enormer Reißfestigkeit.

Hier gibt es Infos zur European Space Elevator Challenge http://euspec.warr.de/ und aktuelle Bilder zu Studenten-Teams, die in Garching bei München daran forschen:
http://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk-nord/garching/aufzug-6757769.html

Ein Video aus Japan zeigt, dass man nicht erst seit heute daran tüftelt: https://www.youtube.com/watch?v=T02t_MBgYVU

Interessant ist es allemal und für die Forscher von morgen vielleicht ein Anstoß, die Fiktion von heute zur Realität von morgen werden zu lassen.

Ingo Hubert